Fachbegriffe verständlich erklärt
Bankfähigkeit eines Projekts: die Eigenschaft, von einer Bank oder einem institutionellen Investor finanziert zu werden. Ein Bankability-Gutachten bewertet die technische und wirtschaftliche Tragfähigkeit eines BESS-Projekts aus neutraler Perspektive.
Stationäres Batteriespeichersystem im industriellen Maßstab. Umfasst Batteriezellen, BMS, PCS, EMS sowie alle Systemkomponenten für den netzgekoppelten Betrieb.
Elektronisches System zur Überwachung und Steuerung jeder einzelnen Batteriezelle. Schutz vor Über-/Tiefentladung und thermischen Ereignissen. Liefert die Rohdaten für SoC- und SoH-Bestimmung.
Unvermeidlicher Kapazitätsverlust von Batteriezellen durch zyklische Nutzung und kalendarische Alterung. Beschleunigte Degradation kann ein Mängeltatbestand sein.
Bevorzugte Batteriechemie für stationäre Großspeicher. Höchste thermische Stabilität, 6.000–10.000 Zyklen, geringste Brandgefahr unter allen Li-Ion-Chemien.
Aktueller Ladezustand der Batterie in Prozent. 100% = vollständig geladen, 0% = vollständig entladen. Typischer Betriebsbereich: 10–90%.
Gesundheitszustand der Batterie: Verhältnis aktueller zu ursprünglicher Kapazität. SoH 80% = 80% der ursprünglichen Kapazität verfügbar. Zentrale Kennzahl für Gutachten und Wertermittlung.
Formaler Rechtsakt der Übergabe einer BESS-Anlage vom Errichter an den Betreiber. Markiert Beginn der Gewährleistung und der Betriebsverantwortung. Mehr: Systemabnahme.
Technische Sorgfaltsprüfung bei der Projektbewertung für Investoren und Banken. Synonym: Lender\'s Engineer Report, Bankability-Gutachten. Mehr: Bankability.
Thermisches Durchgehen: unkontrollierte Selbsterhitzung einer Batteriezelle mit Kettenreaktionsgefahr. Größtes Sicherheitsrisiko bei Li-Ion. Mehr: Thermal Runaway.
Weiterführende Informationen und persönliche Beratung
Für Gutachtenanfragen, individuelle Fragen und weiterführende Informationen wenden Sie sich direkt an Solartechnik Bayern – Ihren zertifizierten Sachverständigen und Gutachter für Batteriespeichersysteme.