Batteriedegradation – unvermeidlich, aber beherrschbar
Alle Batteriezellen verlieren mit der Zeit und mit jedem Lade-/Entladezyklus einen Teil ihrer Kapazität. Dieser Prozess – die Degradation – ist unvermeidlich, aber in seiner Geschwindigkeit stark von Betriebs- und Umgebungsbedingungen abhängig. Ein professionelles Degradationsmanagement kann die wirtschaftliche Lebensdauer einer Batterieanlage erheblich verlängern.
Zwei Arten der Degradation
Kalendarische Degradation tritt unabhängig vom Betrieb auf und wird vor allem durch Zeit und Temperatur verursacht. Auch eine nicht genutzte Batterie altert. Zyklische Degradation entsteht durch Lade- und Entladevorgänge. Jeder Zyklus verursacht kleine irreversible Veränderungen in der Zellchemie.
Einflussfaktoren auf die Degradationsgeschwindigkeit
- Temperatur: Höhere Betriebstemperaturen beschleunigen die Alterung erheblich
- SoC-Fenster: Betrieb nahe 100% oder 0% beschleunigt die Degradation
- C-Rate: Schnelles Laden/Entladen (hohe C-Rate) erhöht die Degradation
- Tiefentladung: Entladung unter Minimalspannung schädigt Zellen dauerhaft
- Überladung: Überschreiten der Maximalspannung führt zu Elektrolytabbau
Beschleunigte Degradation als Mängeltatbestand
Wenn eine BESS-Anlage schneller degradiert als vom Hersteller garantiert, kann dies ein Mangel sein, für den Gewährleistungsansprüche bestehen. Voraussetzung ist der Nachweis, dass die Degradation nicht durch betriebliche Ursachen verursacht wurde. Wir führen die entsprechende Analyse durch und erstellen das Gutachten für Gewährleistungsansprüche. Mehr: Kapazitätsmessung & SoH.
Weiterführende Informationen und persönliche Beratung
Für Gutachtenanfragen, individuelle Fragen und weiterführende Informationen wenden Sie sich direkt an Solartechnik Bayern – Ihren zertifizierten Sachverständigen und Gutachter für Batteriespeichersysteme.